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Bauchtanzlexikon - Alles über BauchtanzHier soll ein Lexikon mit Schwerpunkt Orientalischer Tanz entstehen. A AbayaSaudikleid, welches beim Tanzen des Khaligy über einer Galabia getragen wird. Reich bestickt, aus dünnem Stoff z.B. Chiffon. Das Vorderteil überlang, so dass es oft angehoben wird und mit in den Tanz einbezogen werden kann.AiwaWird bei großer Begeisterung für Tänzerin oder Musiker gerufen.AmaniOrientalische Tänzerin aus dem Libanon.Heute eine der bekanntesten libanesische Tänzerin unserer Zeit. Begann als Teenager mit dem Tanzen und tritt Seit 1987 als professionelle T änzerin auf. Bedingt durch die Schwierigkeiten durch den Bürgerkrieg in ihrem Heimatland arbeitete sie nicht nur im Libanon, sondern auch viel im Ausland. Ihr Stil ist - wie bei vielen anderen libanesischen Tänzerinnen auch - von Nadia Gamal beeinflußt und beinhaltet auch viele westliche Elemente. Sie hat verschiedene CDs/DVDs auf den Markt gebracht und organisiert jährlich ein Festival für orientalischen Tanz im Libanon. Amr Diab / Amre Diab /Amro DiabGeboren: 11. Oktober 1961 in Port Said, Ägypten.Einer der erfolgreichsten Sänger Ägyptens. Gewann 1998 und 2002 den "World Music Award", für den bestverkauften Sänger in der arabischsprachigen Welt. Spielte schon in vielen arabischen Filmen mit. Stammt aus einer Künstlerfamilie und wurde von seinem Vater schon sehr früh zum Singen ermutigt und gefördert Sang mit 6 Jahren Amr Diab im lokalen Radio von Port Said die ägyptische Nationalhymne und wurde vom Gouverneur der Stadt dafür mit einer Gitarre belohnt, weil er so gut sang. Kurz nach Beendigung seines Musikstudiums 1985 erschien sein erstes Album. Erst war seine Musik im Shabi – Stil, später entwickelte er sich mehr zu einem Stil hin, der in Ägypten als "mediterran" bezeichnet wird, und sich sehr an westlichem Disco-Pop orientiert ArabeskeAus dem Ballett stammende Bewegung und dazugehörende Bezeichnung. Die Tänzerin geht mit einem Bein auf Halbspitze, streckt dabei das andere Bein nach hinten. Die Armpositionen hierfür können unterschiedlich sein. Diese Bewegung ist oft mit einer Viertel – oder Halbdrehung kombiniert und kann vorwärts und rückwärts (Badobeske) ausgeführt werden.Es gibt auch die kleine Arabeske. Hierbei bleibt die Tänzerin auf flachem Fuß und legt den Fuß des Spielbeines gestreckt, hinten am Knöchel des Spielbeines an. Arabischer GrundschrittIn Berlin auch unter dem Namen „Wald und Wiese“ bekannt.Er setzt sich aus 4 Schritten zusammen: rechts vor, links am Platz, rechts zurück, links am Platz. (Kann natürlich auch mit links begonnen werden). Dieser Schritt ist sehr gut zu variierten, da er mit unzähligen Hüft, Schulter und Armbewegungen kombiniert werden kann. Er kann auf flachen Füßen oder halber Spitze getanzt werden. Arme, ägyptischeHäufig auch klassische Arme genannt. Ein Arm wird vor dem Körper gehoben, der Andere gleichzeitig gesenkt. Dabei zeigt beim Heben der Handrücken nach vorn und beim Senken die Handfläche.Ayoub/ZarRhythmus zum 2/4 – Takt. Kann sehr langsam oder auch schnell gespielt werden. Wird häufig am Ende eines Stückes (Finale) mit Temposteigerung eingesetzt.Wird er Langsam und schwerfällig gespielt bekommt er einen mystischen Charakter. Er heißt dann Zar und findet noch heute Verwendung bei Derwisch- und als Bestandteil der rituellen Zar-Zeremonie. B BaladiSehr beliebt bei den Orientalen, da es der Ägyptisch arabischer Tanz des Volkes. Stil des Tanzes von Kairo und dem mittleren Nildelta, wie er im Volk getanzt wird. Übersetzt heißt er "meine Stadt, mein Land". Charakteristisch für den Tanz ist seine bodenständige und erdige Umsetzung und eine ganz bestimmte Art der Sinnlichkeit.. Beim Baladi zieht die Tänzerin ein durchgängiges Kleid / Gelabeya an, oder bei einem Zweiteiler auf jeden Fall ein Bauchnetz.Baladi-RhythmusRhythmus auf den 4/4 – Takt. sowohl ein Rhythmus als auch ein Musikstil aus Ägypten, der aus verschiedenen Rhythmen besteht.BauchflatternEine flatternde Bewegung der Bauchdecke.Es gibt hierfür verschiedene Techniken. Entweder schnelles herein und heraus – ziehen der Bauchmuskeln (herbei soll laut einiger Tänzerinnen normal weiter geatmet werden), oder der Bewegungsansatz im Zwerchfell. Dabei ist die Bauchdecke eingezogen, das Zwerchfell flattert und die Bauchdecke vibriert mit. (hierbei wird der Atem angehalten) Bauchrolle / BauchwelleHierfür erfordert es die isolierte Beherrschung der Kontrolle der oberen und unteren Bauchmuskeln. Die Bauchrolle setzt unter den Rippen an und rollt von oben nach unten, bis zum Unterleib: oben einziehen, unten raus und dann nach und nach immer weiter unten einziehen und oben schrittweise wieder herausstrecken. Dies ist auch umgekehrt möglich. Die Bauchrollen von unten nach oben.Bauchtanz / Orientalischer TanzOrientalischer Tanz Raks Sharki - Bauchtanz oder Orientalischer Tanz?Viele Tänzer verwehren sich gegen die Bezeichnung Bauchtanz. Das liegt wohl darin begründet, dass dieser Begriff es eigentlich nicht ganz trifft. Die gebräuchlichere Bezeichnung "Bauchtanz" leitet fehl in der Annahme, nur der Bauch würde sich bewegen. Vielmehr ist der ganze - gezielt isolierte -Körpereinsatz gefragt. Schultern, Hüften, Po, Kopf, Arme, Hände, Brustkorb usw. Aber eigentlich kann man schon beide Begriffe synonym verwenden. Auch viele englischsprachige Tänzerinnen verwenden lieber den Begriff "middle eastern dance" oder auch "oriental dance", auch im französischen Sprachraum kam zur ursprünglichen Bezeichnung "danse du ventre" der Ausdruck "danse orientale" dazu. "Bauchtanz" kommt von dem französischen "Danse du ventre" und wurde dann mit "Bellydance" ins Englische und Amerikanische übertragen. Der arabische Name des klassischen Bauchtanzes, "Raks sharki" (Raqs Sharqi), bedeutet "Orientalischer Tanz" oder "Tanz des Ostens", wobei das aus dem Assyrischen stammende Wort "Rakadu" (feiern) soviel heißt wie "sich freuen" oder "feiern". Man sagt er sei eine künstlerische Weiterentwicklung des volkstümlichen Tanzes welcher als "Raks Baladi" bezeichnet wird. In Persien (Iran) spricht man vom "Raks Arabi" oder einfach als "Arabic Dance". In Griechenland gibt es den "cifte telli", in der Türkei den "gobek dans" (tanz des Bauches) oder "rakkase". Die Musik spielt hierbei eine große Rolle. Sie ist sehr abwechslungsreich und bietet viele Interpretations- und Umsetzungsmöglichkeiten. So erfährt man das Gefühl mit der Musik im Einklang zu sein und sie mit dem Körper darzustellen. BeckenkippenDas Becken kann seitwärts, oder vorn hoch und runter gekippt werden. Knie sind durchlässig und werden für das seitwärts Kippen wechselseitig leicht gestreckt und gebeugt (immer leicht gebeugt bleiben).Das Becken wird vorwärts gekippt, indem das Steißbein nach vorn bewegt wird und dabei die Hüftknochen nach innen gezogen werden. Dies kann man bei recht lockeren Muskeln machen (für schnelles Tempo), aber auch unter Einsatz der Bauch und Gesäßmuskeln. Nach vorn – Muskeln anspannen, zurück – Muskeln locker lassen. Je nachdem was im Tanz gewollt ist wirkt es unterschiedlich. BellydanceAmerikanische Bezeichnung für den orientalischen Tanz. Übersetzung des von Zola geprägten französischen Begriffes "Dance du ventre", hier also Bauchtanz.BodentanzOft akrobatische Bewegungen verbunden mit Bauchtanzbewegungen am Boden.Der Ursprung und der Einsatz ist unter Tänzern umstritten. Einige sagen dies kommt ursprünglich von den niedrigen Beduinenzelten, hier war der Bewegungsspielraum am Boden größer als im Stehen. Einige finden es im normalen Rahmen anzüglich sich vor dem Pblikum auf den Boden zu begeben. So wird es von Manchen nur als Kunstform auf der Bühne eingesetzt. In jedem Fall ist es legitim zu Boden zu gehen, wenn man etwas auf dem Kopf balanciert. Z.B. beim Leuchtertanz, mit dem Stock oder beim Säbeltanz. C ChiftetelliTürkischer Folkloretanz mit gleichnamigen, dazugehörigen RhythmusAuch in Griechenland gibt es diesen Begriff. ChoreographieEin in seinen Bewegungsabläufen und Figuren und Raumwegen festgelegter Tanz, im Gegensatz zur Improvisation.Choreograph / ChoreographinÜbersetzt Tanzgestalter/in. Der/diejenige, der einen Tanz auf eine bestimmte Musik entwickelt und festlegt. Hierbei werden Bewegungsabläufe und Raumwege klar definiert.. Der Choreograph sollte bei Aufführungen immer genannt werden, da der Tanz sein künstlerisches und geistiges Eigentum ist.D Dance traditionelle arabeFranzösische Bezeichnung für Orientalischer Tanz.Danse du VentreDie französische Bezeichnung für den orientalischen Tanz, übersetzt "Tanz des Bauches", also unserem Begriff Bauchtanz gleich.Darabukka / Darbuka / DerboukaNordafrikanische Handtrommel, die kelchförmig gearbeitet ist, aus Ton gefertigt und mit Ziegen- oder Fischhaut bespannt, je nach Region. In Ägypten wird sie auch Tabla genannt.DinaOrientalische Tänzerin aus Ägypten.Geb, 1966, Schülerin von Ibrahem Akef (Onkel von Naima Akef) und Raqia Hassan- Sie ist vor allem für ihre extravaganten und zum Teil sehr gewagten Kostüme bekannt International Trendsetterin für die orientalischen Tanzszene wegen ihres Tanzstiles mit seinen knackigen, akzentuierten und feinen, kleinen Bewegungen. Heute gehört sie zu den Topstars und absoluten Spitzenverdienern der orientalischen Tanzszene in Ägypten. DoppelschleierFantasy - Tanz mit zwei Schleiern.Hierbei stehen die Person und auch das Kostüm eher im Hintergrund. Haupt - Akteure sind die Schleier, die Figuren, Formen und Bilder in die Luft zaubern. Mehr dazu unter „Schleier“ F FellahiBauerntanz aus Ägypten, der das tägliche Leben symbolisiert, somit sind die typischen Accessoires, Krug (zum Wasserholen) oder Korb (zum Transport). Der Ausdruck der alltäglichen und Freude ist Hauptbestandteil dieses Folkloretanzes. Bedeutet so viel wie "bäuerlich".Gleichnamiger Rhythmus Fifi AbdoOrientalische Tänzerin aus Kairo.Karrierebeginn in den 70er Jahren Karriere. Seit den 80er Jahren gilt sie als eine der bekanntesten und best bezahltesten Tänzerinnen Ägyptens Wirkte in zahlreichen Filmen mit. Tanzstil: locker, erdig, und mit viel Power. Bekannt ist sie vor allem für ihren Baladi. Folklorebedeutet so viel wie mündlich überlieferte Volkskunde. Also die alten, ursprünglichen Tänze des Volkes. H HakimZeitgenössischer, arabischer Popsänger. 1962 in der südlich von Kairo gelegenen Kleinstadt Maghagha. Sohn eines Bürgermeisters.Erste Alben besonders im "Shaabi" - Stil. Hakim hat den ägyptischen Shaabi - Stil an die Machart des globalen Pop angepasst. Wie viele Ägypter wurde er dabei vor allem von Ahmed Adaweyah inspiriert, dem Star dieses von Folklore und klassischer ägyptischer Musik inspirierten Genres. "Seine Landsleute nennen ihn respektvoll den "Löwen von Ägypten" Mit 14 Jahren gegründeter seine erste eigene Band. Sang gern vor einem großen Publikum im Café. Es folgten Auftritte auf Hochzeitsfeiern und in den Ramadan-Zelten während des Fastenmonats. Allerdings konzentrierte sich Hakim nicht immer ausschließlich auf seine Musikkarriere. Auf Wunsch seines Vaters, Abschluss im Fach Verkehrswesen an der Universität . Anschließend beginnt seine Gesangskarriere. L LucyOrientalische Tänzerin aus Ägypten. Topstar der heutigen ägyptischen Tanzszene.Neben dem Tanz ist sie auch Sängerin und Serien-Darstellerin. Ihr Mann besitzt den Nachtclub Parisianna, in welchem sie regelmäßig auftritt. Sie zeigt nicht nur Raqs Sharqi, sondern auch Folklore und verwendet immer häufiger auch westliche Elemente in ihrem Tanz. M Mahmoud RedaChoreograph aus Ägypten. Begründer des ersten ägyptischen Folklore - Ensembles, der weltweit bekannten Reda - Truppe, die in insgesamt 58 Ländern auftrat.Er reiste Jahrelang durch die einzelnen Ursprungsgegenden der verschiedenen ägyptischen Folklore-Tänze studierte und dokumentierte sie, um sie dann in künstlerisch adaptierter Form auf die Bühne zu bringen. Sein typischer, vom Ballett geprägter Tanzstil hat viele TänzerInnen geprägt und ist heute als Reda - Stil bekannt. Für seine Arbeit und besonderen Verdienste um die ägyptische Folklore wurde er mehrfach von verschiedenen arabischen Ländern und Institutionen ausgezeichnet: Mona SaidBekannte Orientalische Tänzerin der ägyptischen Tanzszene in den 70er/80er Jahren zu den.Ihr Stil war elegant und kraftvoll. Arbeitete sie in zahlreichen 5-Sterne-Hotels In Kairo und beeinflusste zahlreiche Tänzerinnen von damals und heute. Lebte viele Jahre in London, führte dort einen großen arabischen Nachtclub, in dem sie auch regelmäßig auftrat. Nach einem kurzen Come-Back Anfang der 90er Jahre zog sie sich danach endgültig von der Bühne zurück. Mona lebt und unterrichtet bis heute in Kairo. N Nadia Gamaleine der bekanntesten, oder sogar die bekannteste Orientalische Tänzerin aus dem LibanonGeboren 1937 (Alexandria) , gestorben: 1990 (Libanon) (nicht zu verwechseln mit Samia Gamal) Wie viele andere begann auch sie ihre Karriere im Casino von Badia Masabni, ging dann aber in den Libanon. Studierte neben orietalischem Tanz auch Ballet, Modern Dance und Jazz und ließ Elemente davon in ihren Tanz einfließen. Nadia Gamal gilt bis heute als Vorbild vieler Tänzerinnen und hat den libanesischen Stil stark beeinflusst. Nagwa FuadGeb. 1930er Jahre (Haifa, Palästina)Gehörte zu den bekanntesten Tänzerinnen der 70er/80er Jahre. Galt als typische Bühnen-Tänzerin und als vielseitig und innovativ. Durch ihre ausgefeilten Bühnenshows, für die sie eigens ein eigenes Ensemble gründete und sowohl Raqs Sharqi wie auch Folklore zeigte, verschaffte sie dem orientalischen Tanz Respekt und Anerkennung und war darum sehr beliebt in Kairo. Nesrin TopkapiGeboren 1952 (Türkei) O Oum Kalthoum / Umm Kalthum / Oum Kalsoum1904 geboren größte arabische Sängerin aller Zeiten,(sprich: umkul'sum)Um nicht gegen geltende Moralvorstellungen zu verstoßen trat sie in ihrer Jugend als Junge verkleidet in den Cafés ihres Dorfes auf. Dort trug das halbwüchsige Beduinenmädchen gesungene Gedichte vor. R RepertoireFranzösischer Ursprung. Heißt Vorrat einstudierter Stücke. Aus Sicht der Bauchtänzerin bedeutet dies, wie viele verschiedene Tanzstile und Tanzarten sie performen kann.S Schleier - SchleiertanzDer Schleier ist aus fließendem, oft durchschimmerndem Stoff.z.B. Seide, Chiffon oder Organza. Er sollte so breit sein, daß bei straffem Halten mit seitlich ausgestreckten Armen, an beiden Seiten ca 10-15 cm überhängen. Die Länge reicht ca. vom Kopf bis zu den Knien. Am besten fliegt er, wenn er halbmondförmig geschnitten ist. Es gibt allerdings auch Tänze in denen größere, rechteckige Schleier besser geeignet sind. Der Schleier bietet im Tanz sehr viele Möglichkeiten. Man kann mit einem Schleier, Doppelschleier, oder sogar mit drei und mehr Schleiern tanzen. Hierbei stehen die Person und auch das Kostüm eher im Hintergrund. Haupt - Akteure sind die Schleier, die Figuren, Formen und Bilder in die Luft zaubern. In der Praxis wird der Schleier sehr häufig in der Ouvertüre, also im ersten, meist klassisch orientalischen Tanz, dem Raks Sharqi zum Reinkommen verwendet und nach einer Weile abgelegt. Saidi
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